Suppen & Saucen einmachen

Seit wir Teil der SoLaWi sind, haben wir von manchen Dingen oftmals mehr, als wir verwerten können. Also heißt es: Einmachen. Zwar ist es etwas seltsam im Hochsommer literweise Suppe zu kochen, aber ich sag Euch: es lohnt sich. Denn an einem stressigen kalten Novembertag, an dem man aber sowas von keine Lust hat zu kochen, einfach nur ein Glas aufzumachen und eine selbstgemachte Suppe zu löffeln, ist Gold wert. Man weiß was drin ist, man hat keinen Müll und man wird satt.

Die Brühe oder Suppen mache ich ohne Milchprodukte ein. Beim aufwärmen kann man dann einfach die Suppe mit Sahne verfeinern. Wichtig ist, dass man saubere Gläser oder Flaschen verwendet. Das heißt, sie sollten steril sein. Ich koche sie dazu allerdings nicht extra ab, sondern gebe sie in die Spülmaschine. Die macht dann die Arbeit für mich. Mit den Weckgläsern komme ich nicht so gut zurecht, denn mich nervt der schlabbrige Gummi und die Klammern, die von meinen Jungs für Baustellenspiele zweckentfremdet werden. Also nehme ich einfach die Flaschen, in denen passierte Tomaten sind.

Was man sonst noch braucht ist ein Topf, den man mit Wasser füllt und in dem die Gläser stehen können. Die Gläser müssten zu 2/3 mit Wasser bedeckt sein. Der Deckel vom Topf muss man schließen können, denn man will ja das gesamte Glas erhitzen, inklusive Deckel und Flaschenhals.

Je größer der Topf umso besser, denn man möchte ja nicht nur 2 Flaschen einkochen. Dann wäre das eine Sache, die den ganzen Tag dauert.

Ihr füllt also eure fertige Suppe in saubere Gläser oder Flaschen. Dafür nimmt man am besten einen Einmachtrichter, denn die Ränder müssen absolut sauber sein. Dann schraubt ihr den Deckel drauf. Bei manchen Deckeln ist es so, dass sie überdrehen, wenn man sie zu feste zuschraubt. Sie sind deswegen aber trotzdem dicht und sobald sie wieder erkalten, ziehen sie sich wieder zusammen. Ihr dreht den Deckel also so weit es geht zu. Anders als bei der Marmelade, müsst ihr die Flasche nicht auf den Kopf stellen, denn sie wird ja noch eingekocht.

In den Topf ungefähr so viel warmes Wasser geben bis die Gläser zur Hälfte im Wasser stehen. Deckel drauf und los geht’s. Wenn ihr die heiße Suppe gerade erst eingefüllt habt, dann könnt ihr ruhig gleich das Wasser zum kochen bringen. Manchmal koche ich allerdings die Suppe und komme erst am nächsten Tag dazu, sie einzukochen. Sie stand dann im Kühlschrank und damit mir nicht die Gläser platzen, fülle ich zuerst warmes Wasser in den Topf und wärme die Gläser ganz langsam an. Wenn sie warm sind, mach ich erst den Herd auf niedrigster Stufe an und steigere die Temperatur langsam, bis das Wasser kocht. Nehmt Euch die Zeit, denn es wäre schade, wenn die Flaschen platzen…hatte ich auch schon und das ist echt kacke.

Ich köchel alles für ca. ein Stunde. Dann hol ich die Flaschen raus und reibe sie trocken, denn oftmals bildet sich eine dünne Kalkschicht. Die muss weg, denn sonst halten auch nicht die Etiketten.

Ich bin leider durch und durch ein Ästhet und liebe strukturierte, aufgeräumte Regale. Das war nicht immer so, aber seit dem ich darauf achte, habe ich einen besseren Überblick und kann somit auch besser planen.

Ich lager meine Suppen nicht im Keller, denn ich gehöre zu den Menschen „Aus den Augen aus dem Sinn“. Außerdem kann ich so besser kontrollieren, ob ein Glas aufgegangen ist oder nicht.

3 Comments

  1. Ira Moritz

    Also Dein Equipment kann sich sehen lassen – das ist wie die Requisite beim Foto-Shooting! Ich bin beim Kochen dabei und habe im Keller des Wochenend-Häuschens auch das eine oder andere im Glas stehen. Ist mir heute lieber als einfrieren- nicht nur wegen der Öko-Bilanz, man findet sich viel schneller zu Recht als in den Tiefen einer Tiefkühl-Truhe. Deshalb gibt es die bei uns gar nicht mehr, sondern nur einen kleinen Gefrierschrank mit 3 Fächern. Das klappt wunderbar obwohl man natürlich immer planen muss, wenn man nur am Wochenende da ist und es keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort gibt. Netter Beitrag von Dir – der sehr treffend und ansprechend präsentiert wurde. Ich freue mich darüber!

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    1. Nicola

      Dank Dir, das ist echt lieb. Seit wir aus Frankfurt weg sind, haben wir Gott sei dank nur noch „Wochenendhaus“…aber der Handkäs fehlt. Viele Grüße in die alte Heimat 😙

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